Wir haben uns alle um 8 hier in Fantoft getroffen, um dann in die Stadt zu fahren und die Fähre um kurz vor 9 nach Rosendal zu nehmen. Hier in Fantoft war das Wetter noch ok, aber in der Innenstadt war es extrem nebelig, man hat nicht mal die Berge gesehen und es hat genieselt. Das hat uns alle leicht demotiviert, aber wir hatten die Hoffnung, dass es dort, wo wir hinfuhren besser ist.
So sah unsere Fähre aus.

In der Fähre haben wir es natürlich nur ein paar Minuten unter Deck ausgehalten bis es uns alle nach oben gezogen hat. Dort war es sehr kalt und windig, aber die Aussicht war super. Auch Nebel kann gut aussehen!


Nach kurzer Zeit hat man schon gesehen, dass der Himmel vor uns aufhellt, da kam die Vorfreude zurück.




Hier sieht man noch mal die ganze Truppe bzw. fast die ganze, Jessica fehlt, die hat das Foto gemacht. Und auf dem zweiten Foto sieht man ganz gut, wie stark der Wind war.
Nach knapp zweistündiger Fahrt kamen wir bei strahlendblauem Himmel im sonnigen Rosendal an.






Dort haben wir uns erst mal ein bisschen umgesehen und in der Sonne gelegt.

Nach dem Einkauf haben wir uns auf den Weg zu unserer Hütte gemacht. Die lag 45min Fußweg von Rosendal entfernt direkt am Wasser. Dorthin sind wir natürlich marschiert und nicht mit dem Bus gefahren.
Schon kurz nach der Ankunft gegen 16Uhr wollten die Jungs bergsteigen, aber wir Mädels wollten lieber die Sonne genießen. Die Hütte war für 4 Leute gedacht und wir waren 6. Das war uns aber im Voraus klar. Es gab 2 Stockbetten und die Jungs haben auf dem Boden in Schlafsäcken geschlafen. Die Hütte war insgesamt nur ca. so groß wie mein Zimmer hier in Fantoft, aber süß eingerichtet und gemütlich. Wir hatten eine kleine Kochzeile drin und einen Esstisch. Zusätzlich hab es eine Veranda. Die Toiletten und Duschen warn im gleich nebenan liegenden Haus der Besitzer durch einen separaten Eingang erreichbar.


Abends wurde dann gegrillt. Weil das Wetter so schön war, hatten wir uns nämlich einen Einweggrill in Supermarkt gekauft.

Die Nacht war für alle recht gut. Nach einem ausgiebigen Frühstück und nachdem sich jeder matpakke (Lunchpaket) gemacht hatte, sind wir schon um 10Uhr los zum Wandern, Berge gab es ja genug zur Auswahl. Wir sind letztendlich zuerst auf den, der direkt bei unserer Hütte war. Dort sind alle Berge irgendwie miteinander verbunden. Man ist auf einer Spitze, steigt wieder ein bisschen ab, um dann nur wieder ein bisschen mehr aufzusteigen bis man bei der nächsten Bergspitze angekommen ist. So sind wir an dem Tag über 1000 Höhenmeter aufgestiegen und währenddessen ca. 400m ab bis wir an unserem Ziel, der dritten Bergspitze angekommen waren.
Die Aussicht während des gesamten Wanderns, aber natürlich vor allem, von ganz, oben war einfach atemberaubend. Ich hab noch nie so schöne Natur gesehen wie dort!












Nach dem Aufstieg war überraschenderweise niemand komplett am Ende, da wir immer wieder kleine Pausen hatten und genug Verpflegung mitgenommen hatten. Allerdings sollte man die Herausforderung des Abstiegs auch nicht unterschätzen. Zunächst muss man mal herausfinden, wo man überhaupt nach unten kommt. Wir dachten zunächst eine Art Weg gesehen zu haben, der sich aber als Bach herausgestellt hat. Der Bereich dort war insgesamt so nass, dass fast jeder, mich eingeschlossen, nasse Füße hatte. Wobei zu erwähnen ist, dass meine Füße eigentlich schon durch den Schnee, durch den wir vorher mussten, nass warn.
Naja, als wir dann aber schon mal so weit gegangen waren, hatten wir gehofft, dort trotzdem irgendwie absteigen zu können. Man hat ja immer nicht so viel Auswahl, wo man runter kann, weil es an vielen Stellen erst noch mal hoch geht und wir das vermeiden wollten. Dort, wo wir runter wollten, stellte es sich als extrem steil heraus, es lagen den Weg abwärts – soweit man sehen konnte – nur Steinbrocken, über die man musste. Conny und ich sind dann erst mal ein Stück runter, um weiter nach unten sehen zu können, was nämlich von ganz oben nicht möglich war. Dort ging es genauso weiter. Wir, da wir dann eh schon ein Stück abgestiegen waren, wollten dennoch diesen Weg nehmen. Die anderen waren sind nicht ganz einig und letztendlich haben wir uns dort dann getrennt. Drei sind zurück gegangen und Tobi ist noch mit uns an der Stelle nach unten. Dort abzusteigen war wirklich extrem anstrengend, da man sich so konzentrieren musste, keinen falschen Tritt zu machen und weil es so steil war. Die meiste Zeit sind wir vorwärts auf allen Vieren „gegangen“, weil man sich wirklich immer mit den Händen abstützen musste. So ging es dann eine gefühlte Ewigkeit weiter, bis wir wieder an eine Stelle kamen, über die man zunächst nicht hinweg blicken konnte. Dort haben wir alle nur gebetet, dass keine Klippe kommt, was bedeutet hätte, dass wir hätte umkehren müssen. Aber es ging dann weiter.
Als wir uns getrennt hatten, waren wir auf ca. 600m Höhe. Ich schätze, dass wir 450m über diese Steine hinweg absteigen mussten. Danach kamen wir nämlich auf einen Schotterweg, der in Schlangenlinien recht flach nach unten führte.
Wir kamen dann um 18Uhr, eine Stunde vor der anderen Gruppe, bei unserer Hütte ab… 8h unterwegs gewesen.


Als wir komplett waren, musste erst mal mit einem Bier auf den Tag angestoßen werden.
Am nächsten Tag galt es dann die Hütte zu säubern und zurück nach Rosendal zu laufen. Dort sind wir noch zu einem großen Wasserfall gelaufen bevor um 14.30Uhr die Fähre nach Bergen zurück führ.


Dieser Ausflug hat jeden von uns ca. 100 Euro gekostet und es war jeden Cent wert! Diese Tage werde ich nie wieder vergessen!
Ich finde, die Fotos stellen recht gut dar, wie schön es dort war. Hoffe, ich kann so zumindest ein bisschen von meinen Erlebnissen mit euch teilen!
Hier noch ein paar Panoramafotos von Moritz. Die müsst ihr sicherlich groß machen, damit sie überhaupt gut rüber kommen.