Samstag, 26. März 2011

Eine Woche Besuch - schon wieder vorbei

Heute ist Samstagabend, ich habe Kathrin heute Morgen zum Flughafenbus gebracht und bin jetzt also wieder allein, also ist es Zeit für einen kurzen Bericht und viele Fotos.
Bevor sie ankam war ich fast eine Woche krank und hatte vermutlich sogar Fieber, messen konnte ich es aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Thermometers nicht, aber es hat sich so angefühlt. Es ist schon echt nicht mal so schön, wenn man krank ist und niemand da ist, um einen zumindest ein bisschen zu pflegen oder einem zu sagen, ob man zum Doktor sollte. Aber das wäre sowieso ein großes Problem geworden, weil ich zu einem normalen Doktor, bei dem man vorher anrufen und einen Termin ausmachen kann, nicht gehen hätte können. Ich hätte zu einem gehen müssen, bei dem man einfach wartete bis alle dran waren, die vor einem dort waren. Sigga, meine Mitbewohnerin, war da schon mal und hat 5h gewartet ohne dran gekommen zu sein. Rosig war diese Vorstellung also eh nicht, deswegen war ich froh, dass es nicht so schlimm geworden ist und nicht so lange angedauert hat, dass ich mir ernsthaft Gedanken über einen Arztbesuch machen musste.
Als sie aber am vergangenen Samstag ankam, ging es mir schon wieder recht gut.
Wir haben uns dann in den ersten beiden Tagen erst einmal die Gegend hier um Fantoft angesehen, weil das Wetter sowieso nicht so toll war, dass sich ein größerer Ausflug gelohnt hätte.
Am Dienstagmorgen hat man ganz kurz einmal den blauen Himmel gesehen, was wir zum Zeichen genommen haben, auf den Fløyen zu steigen. Während der Fahrt in die Stadt ist der Himmel ca. im 15min-Abstand immer wieder blau und dann wieder komplett grau bedeckt geworden. Auf den Fotos sieht man auch wieder gut, wann es hell war und wann die Wolken wieder Überhand gewonnen hatten. Ganz oben angekommen hatten wir dann allerdings einen super Ausblick und waren sehr froh, dass wir uns entschieden hatten los zu gehen.










Die letzten Treppenstufen im Wohngebiet am Fuß des Fløyen absteigend hat es angefangen in Strömen zu regnen. Aber so hat Kathrin wirklich mal mitbekommen, wie launisch das Wetter in Bergen typischerweise ist.

Nachdem wir einen halb Shopping- halb Ausruhtag eingelegt hatten, sind wir am Donnerstag zu einem See gegangen, der direkt zwischen den Bergen liegt. Ich hatte mir sagen lassen, dass es dort recht schön ist und man konnte mit dem Bus in die Nähe fahren, sodass es nicht mehr weit war, bis wir ankamen. Leider war das Wetter an dem Tag nicht so gut, es war bedeckt und hat immer wieder genieselt. Auf den Fotos sieht man daher unglücklicherweise auch nicht so gut, wie schön es da eigentlich war, weil alles einfach nur grau wirkt.






An unserem letzten kompletten Tag hatten wir natürlich noch einmal auf gutes Wetter gehofft, da wir uns vorgenommen hatte, nach Sotra, die Insel direkt westlich von Bergen, zu fahren und wir wurden nicht enttäuscht: Den ganzen Tag über war der Himmel blau, die Sonne hat geschienen und die Wolken sahen so toll aus, wie sie es meist tun hier in Bergen.
An dieser Stelle möchte ich mich kurz einmal laut und deutlich über den öffentlichen Nahverkehr in Bergen beschweren! Es ist einfach grauenhaft, wie schlecht hier alles organisiert ist! An den Bushaltestellen steht nicht, wie die Haltestelle heißt und Fahrpläne hängen auch nicht aus. Aufgrund dieser Tatsachen war der Aufenthalt auf Sotra ein einziges Abenteuer, da wir überhaupt nicht wussten, ob wir wieder zurück kommen werden, weil wir keine Ahnung hatten wo wir waren. Mehr werde ich dazu nicht sagen, da wir uns schon genug drüber aufgeregt haben und ich mir sowieso absolut nicht erklären kann, warum das hier so läuft.
Auf Sotra bzw auf Bildøy, wo wir dann nämlich eigentlich gelandet sind, war es wunderschön. Bildøy ist offenbar eine Teilinsel, was wir auch erst nachher mit einem Blick in Googlemaps herausgefunden haben. Um uns herum waren das Meer und die Berge. Ich will auf alle Fälle noch einmal nach Sotra, wahrscheinlich mal in einen anderen Teil.









(Das Hausdach ist mit Gras bedeckt)




Damit soll es das erst einmal gewesen sein. Einen baldigen weiteren Eintrag verspreche ich vorsichtshalber mal nicht, da ich eine relativ volle Woche vor mir habe und am 5.4. schon Anna und Patti zu mir kommen.

Samstag, 5. März 2011

Fortsetzung des Berichts

So, über Oslo habe ich schon berichtet. Ansonsten waren wir natürlich auch nicht nur herumgesessen, sondern recht viel draußen unterwegs.
Relativ zu Beginn haben wir uns dazu entschlossen den Berg Løvstakken (477m) zu besteigen. Mit einer Wanderkarte und Leni im Gepäck haben wir uns auf den Weg gemacht. Es schien gar nicht so schwer, dem eingezeichneten Weg zu folgen. Bei unserem Zwischenstopp waren wir noch guter Laune.











Aber dann kam das erste Problem: Es sah aus, als ob es zwei Bergspitzen gibt. Wir haben uns natürlich für die falsche entschieden, die wenn man oben stand, eindeutig als die niedrigere zu erkennen war, von unten aus leider nicht. Aber alles noch nicht so schlimm. Sind einfach weiter gelaufen. Am Ende hatten wir noch das vor uns.



Doch leider konnte schon keiner mehr. Sieht nach nicht viel aus, war aber noch mal sauanstrengend. Doch wir haben es geschafft.
Der Ausblick war es wirklich wert! (Auf dem ersten Foto hier bin übrigens ich - danke Bambi für dieses tolle Foto!)






Nach dem Genießen der Aussicht und einer recht kurzen Verschnaufpause (weil es sooo kalt war), ging es an den Abstieg. Weil wir schon beim Aufstieg wusste, dass wir den gleichen Weg nicht mehr nach unten laufen können, sondern fallen würden, weil es so steil war, haben wir uns dafür entschieden auf der anderen Seite abzusteigen. Dort war auch ein Weg auf unserer Karte eingezeichnet. Leider sah man keinen Weg, nur Spuren im Schnee und diese führten nicht in die Richtung in die wir wollten. Daher entschied ich mich – ich bin vorne gelaufen – einen eigenen Weg zu finden. Naja… unten angekommen sind wir zwar, aber das war mehr Glück als irgendwas anderes. Wir sind mitten durch ein Waldstück gelaufen, wo so viele Bäume umgefallen waren. Wir mussten alle 5m über oder unter einem Baumstamm durch. Dann kam da noch der Teil, wo riesige Steinbrocken lagen, über die man musste. Das war echt gefährlich, weil zwischen denen immer so große Spalten waren. Wenn da jemand rein gerutscht wäre, hätte man sich bestimmt was verstaucht, wenn nicht sogar gebrochen.
Letztendlich war es trotzdem ein tolles Abenteuer und da alles gut gegangen ist, bin ich froh, dass wir das auch noch erleben durften :D
Und wahrscheinlich war der Weg trotzdem besser als der, den wir hoch gelaufen sind.




Irgendwann nach Oslo – glaube ich – sind wir auch noch ein wenig am Hafen entlang gelaufen. Es war leider saukalt und graue Suppe am Himmel. Das ist hier in Norwegen (da ich ja jetzt auch schon mal in Oslo war, verallgemeinere ich halt mal für ganz Norwegen) eh so, dass entweder strahlend blau ist – und zwar ein Blau, das man in Deutschland so gar nicht findet, so richtig mit Farbverlauf von Babyblau nach Tiefblau – oder man hat Suppe und sieht gar nix.
Jedenfalls hier ein paar Fotos davon.





Am letzten kompletten Tag, also Montag, wollten wir noch auf den Fløyen. Der ist relativ niedrig und sehr gut begehbar. Man hat überall Schotterwege. Außerdem liegt er direkt neben der Innenstadt, sodass man einen wunderbaren Blick über diese hat.
Seit Tagen hat meine laptopinterne Wettervorhersage Sonnenschein angekündigt. Das kam uns natürlich sehr gelegen. Allerdings sah es Montag Morgen ganz anders aus: Übler Nebel. Sowas hab ich selten gesehen… so dicht.
Aber es war ja unser letzter Tag, also sind wir gegen halb 11 aus Fantoft los und ca. um 11 haben wir den Aufstieg begonnen: Nebel immer noch da. Je höher wir kamen, desto klarer wurde uns allerdings, dass der Nebel aufreißt und tatsächlich blauer Himmel kam. Wir sind genau zu richtigen Zeit los, um das zu sehen. Dabei kamen diese wundervollen Fotos raus.








Mittwoch, 2. März 2011

Kjæreste er borte…

Freund ist weg…

Ja, ich schreib noch an meinem Blog, ich hab nur alles ein bisschen schleifen lassen. Aber heute gibt es vor allem wieder mal viele Fotos.
Ich hatte eine tolle Zeit mit Bambi. Oslo war schön. Die Stadt ist so ganz anders als Bergen. Sie hat viel mehr Großstadtflair, sieht in manchen Bezirken aber auch einer deutschen Stadt in der Größe von Nürnberg ähnlich. Beides tut Bergen nicht, da Bergen einfach absolut nicht zentriert ist, sondern sich schon allein in Nord-Süd-Richtung über ca. 25km erstreckt. Sowas kenne ich aus Deutschland ja überhaupt nicht.
Dazu mal ein paar Daten von Wikipedia für euch:
Bergen:
Fläche: 465,4 km²; Einwohner: 260.798; Bevölkerungsdichte: 560 Einwohner je km²
Oslo:
Fläche: 454 km²; Einwohner: 599.509; Bevölkerungsdichte: 1321 Einwohner je km²
Bergen ist also von der Fläche her größer als Oslo, wobei Oslo mehr als doppelt so viele Einwohner hat. Im Vergleich dazu Nürnberg, die Stadt hat bei einer Einwohnerzahl von gut 500. 000 eine Bevölkerungsdichte von 2702 Einwohner je km². Tja, Norwegen halt mit ihren paar Leutchen im Land…

Wir haben in Oslo bei Torsten, einem Freund einer Freundin aus Bergen, geschlafen. Er war so nett und hat uns die ganze Stadt gezeigt und uns sogar bekocht. Hier ist er rechts im Bild.



Das Wetter war nicht so super. Es war recht bedeckt und hat fast die ganze Zeit leicht geschneit. Aber es hätte schlimmer sein können.
Dabei sind dann solche Fotos heraus gekommen - auf dem ersten seht ihr die Oper.
(Fotos wie immer anklicken, um sie in voller Größe zu sehen.)





Wegen der Ski-WM wurden Eisskulpturen in der Innenstadt verteilt gebaut. Das sind zwei davon.

Man sieht total wie auf den voranstehenden Fotos der Himmel noch komplett bedeckt war. Auf den anderen Fotos war das Wetter schon besser.





Gerade am Mittwoch, als wir ankamen, hat die Ski-WM in Oslo gestartet und es waren sehr viele Touristen da. Natürlich mussten wir dann auch mal zum Holmenkollen fahren und den Blick von dort auf die Stadt genießen.





Keine Ahnung was das Häuschen auf dem letzten Fotos ist, aber es sieht einfach wundervoll aus.


Mehr Fotos gibt es im nächsten Post.