Bevor sie ankam war ich fast eine Woche krank und hatte vermutlich sogar Fieber, messen konnte ich es aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Thermometers nicht, aber es hat sich so angefühlt. Es ist schon echt nicht mal so schön, wenn man krank ist und niemand da ist, um einen zumindest ein bisschen zu pflegen oder einem zu sagen, ob man zum Doktor sollte. Aber das wäre sowieso ein großes Problem geworden, weil ich zu einem normalen Doktor, bei dem man vorher anrufen und einen Termin ausmachen kann, nicht gehen hätte können. Ich hätte zu einem gehen müssen, bei dem man einfach wartete bis alle dran waren, die vor einem dort waren. Sigga, meine Mitbewohnerin, war da schon mal und hat 5h gewartet ohne dran gekommen zu sein. Rosig war diese Vorstellung also eh nicht, deswegen war ich froh, dass es nicht so schlimm geworden ist und nicht so lange angedauert hat, dass ich mir ernsthaft Gedanken über einen Arztbesuch machen musste.
Als sie aber am vergangenen Samstag ankam, ging es mir schon wieder recht gut.
Wir haben uns dann in den ersten beiden Tagen erst einmal die Gegend hier um Fantoft angesehen, weil das Wetter sowieso nicht so toll war, dass sich ein größerer Ausflug gelohnt hätte.
Am Dienstagmorgen hat man ganz kurz einmal den blauen Himmel gesehen, was wir zum Zeichen genommen haben, auf den Fløyen zu steigen. Während der Fahrt in die Stadt ist der Himmel ca. im 15min-Abstand immer wieder blau und dann wieder komplett grau bedeckt geworden. Auf den Fotos sieht man auch wieder gut, wann es hell war und wann die Wolken wieder Überhand gewonnen hatten. Ganz oben angekommen hatten wir dann allerdings einen super Ausblick und waren sehr froh, dass wir uns entschieden hatten los zu gehen.







Die letzten Treppenstufen im Wohngebiet am Fuß des Fløyen absteigend hat es angefangen in Strömen zu regnen. Aber so hat Kathrin wirklich mal mitbekommen, wie launisch das Wetter in Bergen typischerweise ist.
Nachdem wir einen halb Shopping- halb Ausruhtag eingelegt hatten, sind wir am Donnerstag zu einem See gegangen, der direkt zwischen den Bergen liegt. Ich hatte mir sagen lassen, dass es dort recht schön ist und man konnte mit dem Bus in die Nähe fahren, sodass es nicht mehr weit war, bis wir ankamen. Leider war das Wetter an dem Tag nicht so gut, es war bedeckt und hat immer wieder genieselt. Auf den Fotos sieht man daher unglücklicherweise auch nicht so gut, wie schön es da eigentlich war, weil alles einfach nur grau wirkt.




An unserem letzten kompletten Tag hatten wir natürlich noch einmal auf gutes Wetter gehofft, da wir uns vorgenommen hatte, nach Sotra, die Insel direkt westlich von Bergen, zu fahren und wir wurden nicht enttäuscht: Den ganzen Tag über war der Himmel blau, die Sonne hat geschienen und die Wolken sahen so toll aus, wie sie es meist tun hier in Bergen.
An dieser Stelle möchte ich mich kurz einmal laut und deutlich über den öffentlichen Nahverkehr in Bergen beschweren! Es ist einfach grauenhaft, wie schlecht hier alles organisiert ist! An den Bushaltestellen steht nicht, wie die Haltestelle heißt und Fahrpläne hängen auch nicht aus. Aufgrund dieser Tatsachen war der Aufenthalt auf Sotra ein einziges Abenteuer, da wir überhaupt nicht wussten, ob wir wieder zurück kommen werden, weil wir keine Ahnung hatten wo wir waren. Mehr werde ich dazu nicht sagen, da wir uns schon genug drüber aufgeregt haben und ich mir sowieso absolut nicht erklären kann, warum das hier so läuft.
Auf Sotra bzw auf Bildøy, wo wir dann nämlich eigentlich gelandet sind, war es wunderschön. Bildøy ist offenbar eine Teilinsel, was wir auch erst nachher mit einem Blick in Googlemaps herausgefunden haben. Um uns herum waren das Meer und die Berge. Ich will auf alle Fälle noch einmal nach Sotra, wahrscheinlich mal in einen anderen Teil.








(Das Hausdach ist mit Gras bedeckt)


Damit soll es das erst einmal gewesen sein. Einen baldigen weiteren Eintrag verspreche ich vorsichtshalber mal nicht, da ich eine relativ volle Woche vor mir habe und am 5.4. schon Anna und Patti zu mir kommen.
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