Samstag, 5. März 2011

Fortsetzung des Berichts

So, über Oslo habe ich schon berichtet. Ansonsten waren wir natürlich auch nicht nur herumgesessen, sondern recht viel draußen unterwegs.
Relativ zu Beginn haben wir uns dazu entschlossen den Berg Løvstakken (477m) zu besteigen. Mit einer Wanderkarte und Leni im Gepäck haben wir uns auf den Weg gemacht. Es schien gar nicht so schwer, dem eingezeichneten Weg zu folgen. Bei unserem Zwischenstopp waren wir noch guter Laune.











Aber dann kam das erste Problem: Es sah aus, als ob es zwei Bergspitzen gibt. Wir haben uns natürlich für die falsche entschieden, die wenn man oben stand, eindeutig als die niedrigere zu erkennen war, von unten aus leider nicht. Aber alles noch nicht so schlimm. Sind einfach weiter gelaufen. Am Ende hatten wir noch das vor uns.



Doch leider konnte schon keiner mehr. Sieht nach nicht viel aus, war aber noch mal sauanstrengend. Doch wir haben es geschafft.
Der Ausblick war es wirklich wert! (Auf dem ersten Foto hier bin übrigens ich - danke Bambi für dieses tolle Foto!)






Nach dem Genießen der Aussicht und einer recht kurzen Verschnaufpause (weil es sooo kalt war), ging es an den Abstieg. Weil wir schon beim Aufstieg wusste, dass wir den gleichen Weg nicht mehr nach unten laufen können, sondern fallen würden, weil es so steil war, haben wir uns dafür entschieden auf der anderen Seite abzusteigen. Dort war auch ein Weg auf unserer Karte eingezeichnet. Leider sah man keinen Weg, nur Spuren im Schnee und diese führten nicht in die Richtung in die wir wollten. Daher entschied ich mich – ich bin vorne gelaufen – einen eigenen Weg zu finden. Naja… unten angekommen sind wir zwar, aber das war mehr Glück als irgendwas anderes. Wir sind mitten durch ein Waldstück gelaufen, wo so viele Bäume umgefallen waren. Wir mussten alle 5m über oder unter einem Baumstamm durch. Dann kam da noch der Teil, wo riesige Steinbrocken lagen, über die man musste. Das war echt gefährlich, weil zwischen denen immer so große Spalten waren. Wenn da jemand rein gerutscht wäre, hätte man sich bestimmt was verstaucht, wenn nicht sogar gebrochen.
Letztendlich war es trotzdem ein tolles Abenteuer und da alles gut gegangen ist, bin ich froh, dass wir das auch noch erleben durften :D
Und wahrscheinlich war der Weg trotzdem besser als der, den wir hoch gelaufen sind.




Irgendwann nach Oslo – glaube ich – sind wir auch noch ein wenig am Hafen entlang gelaufen. Es war leider saukalt und graue Suppe am Himmel. Das ist hier in Norwegen (da ich ja jetzt auch schon mal in Oslo war, verallgemeinere ich halt mal für ganz Norwegen) eh so, dass entweder strahlend blau ist – und zwar ein Blau, das man in Deutschland so gar nicht findet, so richtig mit Farbverlauf von Babyblau nach Tiefblau – oder man hat Suppe und sieht gar nix.
Jedenfalls hier ein paar Fotos davon.





Am letzten kompletten Tag, also Montag, wollten wir noch auf den Fløyen. Der ist relativ niedrig und sehr gut begehbar. Man hat überall Schotterwege. Außerdem liegt er direkt neben der Innenstadt, sodass man einen wunderbaren Blick über diese hat.
Seit Tagen hat meine laptopinterne Wettervorhersage Sonnenschein angekündigt. Das kam uns natürlich sehr gelegen. Allerdings sah es Montag Morgen ganz anders aus: Übler Nebel. Sowas hab ich selten gesehen… so dicht.
Aber es war ja unser letzter Tag, also sind wir gegen halb 11 aus Fantoft los und ca. um 11 haben wir den Aufstieg begonnen: Nebel immer noch da. Je höher wir kamen, desto klarer wurde uns allerdings, dass der Nebel aufreißt und tatsächlich blauer Himmel kam. Wir sind genau zu richtigen Zeit los, um das zu sehen. Dabei kamen diese wundervollen Fotos raus.








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