Montag, 25. April 2011

Bericht von Rosendal und Umgebung

Nachdem wir uns gestern alle getroffen haben, um Fotos auszutauschen, kann ich jetzt ja auch mit dem Bericht loslegen.
Wir haben uns alle um 8 hier in Fantoft getroffen, um dann in die Stadt zu fahren und die Fähre um kurz vor 9 nach Rosendal zu nehmen. Hier in Fantoft war das Wetter noch ok, aber in der Innenstadt war es extrem nebelig, man hat nicht mal die Berge gesehen und es hat genieselt. Das hat uns alle leicht demotiviert, aber wir hatten die Hoffnung, dass es dort, wo wir hinfuhren besser ist.
So sah unsere Fähre aus.



In der Fähre haben wir es natürlich nur ein paar Minuten unter Deck ausgehalten bis es uns alle nach oben gezogen hat. Dort war es sehr kalt und windig, aber die Aussicht war super. Auch Nebel kann gut aussehen!




Nach kurzer Zeit hat man schon gesehen, dass der Himmel vor uns aufhellt, da kam die Vorfreude zurück.






Hier sieht man noch mal die ganze Truppe bzw. fast die ganze, Jessica fehlt, die hat das Foto gemacht. Und auf dem zweiten Foto sieht man ganz gut, wie stark der Wind war.




Nach knapp zweistündiger Fahrt kamen wir bei strahlendblauem Himmel im sonnigen Rosendal an.









Dort haben wir uns erst mal ein bisschen umgesehen und in der Sonne gelegt.







Nach dem Einkauf haben wir uns auf den Weg zu unserer Hütte gemacht. Die lag 45min Fußweg von Rosendal entfernt direkt am Wasser. Dorthin sind wir natürlich marschiert und nicht mit dem Bus gefahren.
Schon kurz nach der Ankunft gegen 16Uhr wollten die Jungs bergsteigen, aber wir Mädels wollten lieber die Sonne genießen. Die Hütte war für 4 Leute gedacht und wir waren 6. Das war uns aber im Voraus klar. Es gab 2 Stockbetten und die Jungs haben auf dem Boden in Schlafsäcken geschlafen. Die Hütte war insgesamt nur ca. so groß wie mein Zimmer hier in Fantoft, aber süß eingerichtet und gemütlich. Wir hatten eine kleine Kochzeile drin und einen Esstisch. Zusätzlich hab es eine Veranda. Die Toiletten und Duschen warn im gleich nebenan liegenden Haus der Besitzer durch einen separaten Eingang erreichbar.







Abends wurde dann gegrillt. Weil das Wetter so schön war, hatten wir uns nämlich einen Einweggrill in Supermarkt gekauft.




Die Nacht war für alle recht gut. Nach einem ausgiebigen Frühstück und nachdem sich jeder matpakke (Lunchpaket) gemacht hatte, sind wir schon um 10Uhr los zum Wandern, Berge gab es ja genug zur Auswahl. Wir sind letztendlich zuerst auf den, der direkt bei unserer Hütte war. Dort sind alle Berge irgendwie miteinander verbunden. Man ist auf einer Spitze, steigt wieder ein bisschen ab, um dann nur wieder ein bisschen mehr aufzusteigen bis man bei der nächsten Bergspitze angekommen ist. So sind wir an dem Tag über 1000 Höhenmeter aufgestiegen und währenddessen ca. 400m ab bis wir an unserem Ziel, der dritten Bergspitze angekommen waren.




Die Aussicht während des gesamten Wanderns, aber natürlich vor allem, von ganz, oben war einfach atemberaubend. Ich hab noch nie so schöne Natur gesehen wie dort!
















Nach dem Aufstieg war überraschenderweise niemand komplett am Ende, da wir immer wieder kleine Pausen hatten und genug Verpflegung mitgenommen hatten. Allerdings sollte man die Herausforderung des Abstiegs auch nicht unterschätzen. Zunächst muss man mal herausfinden, wo man überhaupt nach unten kommt. Wir dachten zunächst eine Art Weg gesehen zu haben, der sich aber als Bach herausgestellt hat. Der Bereich dort war insgesamt so nass, dass fast jeder, mich eingeschlossen, nasse Füße hatte. Wobei zu erwähnen ist, dass meine Füße eigentlich schon durch den Schnee, durch den wir vorher mussten, nass warn.
Naja, als wir dann aber schon mal so weit gegangen waren, hatten wir gehofft, dort trotzdem irgendwie absteigen zu können. Man hat ja immer nicht so viel Auswahl, wo man runter kann, weil es an vielen Stellen erst noch mal hoch geht und wir das vermeiden wollten. Dort, wo wir runter wollten, stellte es sich als extrem steil heraus, es lagen den Weg abwärts – soweit man sehen konnte – nur Steinbrocken, über die man musste. Conny und ich sind dann erst mal ein Stück runter, um weiter nach unten sehen zu können, was nämlich von ganz oben nicht möglich war. Dort ging es genauso weiter. Wir, da wir dann eh schon ein Stück abgestiegen waren, wollten dennoch diesen Weg nehmen. Die anderen waren sind nicht ganz einig und letztendlich haben wir uns dort dann getrennt. Drei sind zurück gegangen und Tobi ist noch mit uns an der Stelle nach unten. Dort abzusteigen war wirklich extrem anstrengend, da man sich so konzentrieren musste, keinen falschen Tritt zu machen und weil es so steil war. Die meiste Zeit sind wir vorwärts auf allen Vieren „gegangen“, weil man sich wirklich immer mit den Händen abstützen musste. So ging es dann eine gefühlte Ewigkeit weiter, bis wir wieder an eine Stelle kamen, über die man zunächst nicht hinweg blicken konnte. Dort haben wir alle nur gebetet, dass keine Klippe kommt, was bedeutet hätte, dass wir hätte umkehren müssen. Aber es ging dann weiter.



Als wir uns getrennt hatten, waren wir auf ca. 600m Höhe. Ich schätze, dass wir 450m über diese Steine hinweg absteigen mussten. Danach kamen wir nämlich auf einen Schotterweg, der in Schlangenlinien recht flach nach unten führte.
Wir kamen dann um 18Uhr, eine Stunde vor der anderen Gruppe, bei unserer Hütte ab… 8h unterwegs gewesen.




Als wir komplett waren, musste erst mal mit einem Bier auf den Tag angestoßen werden.



Am nächsten Tag galt es dann die Hütte zu säubern und zurück nach Rosendal zu laufen. Dort sind wir noch zu einem großen Wasserfall gelaufen bevor um 14.30Uhr die Fähre nach Bergen zurück führ.




Dieser Ausflug hat jeden von uns ca. 100 Euro gekostet und es war jeden Cent wert! Diese Tage werde ich nie wieder vergessen!
Ich finde, die Fotos stellen recht gut dar, wie schön es dort war. Hoffe, ich kann so zumindest ein bisschen von meinen Erlebnissen mit euch teilen!

Hier noch ein paar Panoramafotos von Moritz. Die müsst ihr sicherlich groß machen, damit sie überhaupt gut rüber kommen.



Mittwoch, 20. April 2011

Lukkelig! (Glücklich!)

Ich bin seit heute wieder zurück.
Es war einfach wunderbar in Rosendal. Wir hatten jede Menge Spaß, das Wetter war super und wir sind richtig viel gewandert. Ich bin heute nur noch ein Haufen Muskelkater aber glücklich.
Am Sonntag tausche ich mit den anderen 5 die Fotos aus und dann werde ich etwas mehr davon erzählen wie es war und Fotos hochladen.

Im Voraus noch eine Warnung: Das was man auf den Fotos, die ich gemacht habe, am häufigsten sieht sind Wolken :D

Samstag, 16. April 2011

Trip nach Rosendål

Ich werde von Montag an bis Mittwoch zusammen mit 5 netten Leuten einen schönen Trip machen. Wir fahren mit der Fähre nach Rosendål, einem nicht mal 1000 Einwohner-Ort am Hardangerfjord. Dort in der Nähe haben wir für zwei Nächte eine Hütte und werden wandern gehen.

Ich freue mich schon total. Auf den Karten seht ihr, wo das alles liegt.



Mittwoch, 13. April 2011

Zunächst nur schlechtes Wetter und dann tolle Berge

Am 5.4. sind Patti und Anna mit dem Zug aus Oslo angekommen, wo sie zwei Nächte bei einem Bekannten von mir verbracht hatten, um sich Oslo anzusehen.
Die ersten Tage hatten wir sehr schlechtes Wetter: Es war immer bedeckt, teilweise mit extrem viel Nebel, Nieselregen oder richtig krassem Regen. Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen und sind deshalb trotzdem jeden Tag losgezogen, um uns irgendwas anzusehen: Die Innenstadt, den Hafen, die Umgebung um Fantoft und so weiter. Aber es war richtig nervig und die Stimmung ist immer weiter gesunken.
Am Freitag sind wir zusammen weggegangen, obwohl für das Wochenende schönes Wetter gemeldet war. Also sind wir Samstag natürlich auch relativ früh aufgestanden, um loszuziehen. Ich war eigentlich die Einzige, die nicht so fit war, aber es war klar, dass ich mich zusammenreißen muss. Also sind wir zu einem Berg gefahren, wo ich auch selbst noch nie war: Der/ Das nur 348m hohe Lyderhorn.



Der Aufstieg war wirklich schon. Es gab eine Art Trampelpfad, sodass man gut gesehen hat, wo es lang ging, aber es war kein wirklicher Weg, was auch immer schön ist, weil man sich mehr wie in der Natur fühlt.
Auf den Berg bin ich überhaupt erst gekommen, weil meine Norwegisch-Lehrerin erwähnt hatte, dass man von dort einen 360°-Blick hat. Das ist schon etwas Besonderes, da man von den anderen Bergen, auf denen ich bisher war, eigentlich immer nur auf einer Seite herunter sehen kann, da auf der anderen immer Hochplateaus sind.
Wir kamen dann auf eine Ebene, von der aus man schon sehr gut gesehen kann. Dort gabs eine kurze Pause mit einigen Fotos und dann gings noch den Rest hoch. Dort war es echt so unglaublich schön!
Absteigen wollten wir dann auf einer anderen Seite, hauptsächlich, weil wir dachten, dass es mehr Sinn macht auf der Seite runter zu gehen, wo es dann gleich in Richtung Innenstadt wieder geht, aber auch, weil ein anderer Weg natürlich immer schöner ist als den gleichen noch einmal zu nehmen.














Tja, aber von Weg konnte sowieso keine Rede sein. Wir sind einfach durch die Pampa gestampft und haben uns Richtung Innenstadt orientiert. Es war dort sooo nass, überall sind keine Rinnsale nach unten geflossen und wir mussten mitten durch, weil es überall nass war und deswegen quasi keine Alternativen gab, nur umkehren und das wollte keiner. Auf dem Fotos sieht man noch den angenehmen Teil.


Nachdem wir ca. um 13Uhr mit dem Aufstieg begonnen hatten, kamen wir gegen 16Uhr (oder war es doch noch etwas später?) unten an und hatten das Glück, dass sofort ein Bus vorgefahren ist, in den wir gleich rein gesprungen sind.
War auf alle Fälle ein super Tag.

Am Sonntag sind wir dann noch auf den Fløyen gestiegen. Das hat den Mädels auch sehr gut gefallen und das Wetter war wieder recht nett. Aber als wir wieder unten waren, waren wir alle ziemlich kaputt, weil man es eben doch merkt, wenn man zwei Tage hintereinander körperlich anstrengende Aktivitäten unternimmt, also haben wir dann zuhause schön gekocht, ein bisschen Karten gespielt und danach noch Billard im Klubb Fantoft. Das war ein richtig schöner Abschluss.
Montagnachmittag sind die beiden dann wieder abgereist nach Oslo und ich habe Dienstag Bescheid bekommen, dass sie gut in Deutschland angekommen sind.




Und Rumgeblödelt haben wir natürlich auch ein bisschen.





Btw.: Alle Fotos von Anna – mein Handy hat dieses Mal keine so tollen gemacht, vor allem nicht im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera.