
Das ist ein sehr modernes Gebäude, in dem es eine Rezeption für Fragen, ein Schwimmbad, eine Cafeteria, ein paar Vorlesungsräume und einen Buchladen gibt. Dort ging es dann hauptsächlichuim organisatorische Dinge. Anschließend waren alle verwirrter als vorher, da man sich hier an der Uni auf zig Portalen anmelden muss und das natürlich übers Internet… dabei hatten wir ja noch gar kein Internet, um das zu machen.
Schlussendlich hat das dann doch geklappt, weil das W-Lan hier in der Nähe des Gemeinschaftsraums wieder ging. Deswegen bin ich jetzt wieder online verfügbar.
Nach der Info-Veranstaltung hat jeder ein Sandwich und ein Getränk bekommen. Es gab dann noch Info-Stände im Student Centre und man konnte sein Foto für den Studentenausweis machen lassen.
Dort hab ich dann den Mann vom Flughafen wiedergetroffen. Er hatten mir schon im Bus erzählt, dass er an der Uni arbeitet und unter anderem einer von denen ist, die die Fotos für die Studentenausweise schießen. Da stand er dann auch. Haben kurz Hallo gesagt, aber er war sehr beschäftigt, weil der Andrang riesig war.
Gegen 15Uhr hat die „Mentor-Week“ angefangen. Das ist ein Programm, dass sich Studenten der Uni, die sich freiwillig dafür gemeldet haben, ausgedacht haben. Wir wurden dafür zunächst nach Fakultäten aufgeteilt und dann in kleine Gruppen von 5 Leuten. In diesen Gruppen wurden wir ein bisschen herum geführt und sind dann auf norwegische Erstsemester getroffen, für die das Programm auch da ist. Zusammen haben wir dann etwas unternommen. Zunächst waren wir zum vortrinken bei einer der Mentorinnen (Birte – die Namen der anderen hab ich vergessen, weil sie so kompliziert waren) zuhause und dann sind wir ein eine Studentenbar gegangen, wo alle von der Humanistischen Fakultät hin kamen. Dort fand „Bergen’s Biggest Quiz“ statt. Das war ganz lustig. Und wir haben von unseren Mentoren Bier ausgegeben bekommen:) Normalerweise kostet ein 0,33 Bier mindestens um die 35 NOK und dort haben sie es für 5 NOK bekommen und uns deswegen spendiert.
Das ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht zu meiner Uni in Erlangen. Es ist nicht nur so, dass die Studenten bei uns in Erlangen alle weniger herzlich willkommen geheißen werden und dass sich die Uni weniger überlegt, wie sie den Start besonders toll gestalten kann, sondern vor allem auch, dass die internationalen Studenten hier viel besser integriert werden. Gut, hier kommen natürlich viel mehr internationale Studenten her – zumindest ist das mein Eindruck – aber Bergen hat nur um die 250 000 Einwohner und Erlangen und Nürnberg zusammen haben ja über 600 000 und an der Uni sind 27 000 Studenten, wo es in Bergen nur 14 000 gibt, also könnte man in Erlangen schon was auf die Beine stellen…
Man bekommt bei uns auch gar nicht so richtig mit, wenn da jemand aus einem anderen Land mit in der Vorlesung sitzt. Das ist wirklich schade. Da haben sich die Leute in Bergen schon was besseres überlegt.
Dienstag:
Dienstag haben wir mit Dozenten die Humanistische Fakultät und dort eine Einführungsveranstaltung besucht. Dort ging es um alle Kurse, die für uns internationale Studenten auf Englisch angeboten werden. Im Anschluss hatten wir die Gelegenheit mit den Dozenten, die jeweils für unser Fach zuständig sind, zu sprechen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die ziemlich lässig drauf sind. Wir können jetzt nämlich aus mehr Kursen auswählen als aus nur denen, für die wir uns beworben hatten und für die wir zugelassen wurden. Die endgültige Entscheidung müssen wir auch erst bis zum 1.9. getroffen haben, also können wir uns erst alle infrage kommenden Veranstaltungen mal ansehen und dann entscheiden. Das finde ich ziemlich cool.
Bei Sigga ist das alles nicht so cool. Sie ist bereits im Master und man hat ihr gestern gesagt, dass sie den Kurs wegen dem sie hauptsächlich nach Bergen gekommen ist, wohl nicht belegen darf, weil sie da nur norwegische Studenten annehmen. Das ist total doof. Sie ist gerade bei ihrem Einstufungstest in Norwegisch, weil sie mit ihren Kenntnissen in Isländisch und Schwedisch hofft, nicht mit dem Einsteigerkurs anfangen zu müssen. Anschließen will sie versuchen die Dozenten zu überzeugen, dass sie doch in den Kurs darf. Ich hoffe, das klappt.

Jedenfalls fand am Dienstag dann noch die offizielle Eröffnungszeremonie für das Semester statt. Dort hat ein Chor gesungen und viele Leute Reden gehalten. War nicht wirklich interessant, zumal nur die Rede vom Rektor auf einem großen Bildschirm mit englischen Untertiteln versehen war und die der Anderen nicht. Und Norwegisch versteh ich ja nicht…
Dann gab es im Student Centre wieder Info-Stände zu allem, was man in Bergen machen kann. Also alle erdenklichen Sportarten, Studenteninteressenvertretungen und und und…
Außerdem hab es eignes umsonst. Terminplaner, Thermo-Kaffee-Becher, Stoffbeutel, Süßigkeiten,…
Das war echt ganz cool.
Mittwoch:
Heute gibt es von der Uni her nur Stände, wo sie einem mit der Registrierung helfen. Aber da ich das schon geschafft hab, muss ich da nicht hingehen. Ab 16Uhr ist dann von unseren Mentoren ein Barbecue, zu dem ich gehen werde. Bin schon gespannt.
Aber wenn Sigga zurück kommt, kochen wir erst mal.
1 Kommentar:
Die hätten auch Probleme mit mir gekriegt, wennse nicht lieb zu dir gewesen wären ;)
Bussi aus Regensburg,
Caro
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