Freitag, 13. August 2010

Schwerer Abschied von Mama und Freund…

Oh Mann, das war eine kurze Nacht. Wenn der Flug um 09.05 geht, dann hört sich das ja eigentlich human an. Doch wenn man in Hof wohnt und von München aus fliegt, ca. 2h vor Abflug da sein will und noch alle Eventualitäten einplant, dann heißt das 02.30Uhr aufstehen und um 03.30 – 03.45Uhr losfahren. Und das hört sich dann wieder gar nicht human an.
Wenn man dann auch noch fliegt, um 11 Monate in dem Zielland zu leben und zu studieren, dann bedeutet das ganz viel Aufregung, ergo ganz wenig Schlaf in der Nacht vorher und davor…
Die Fahrt nach München war eigentlich ganz angenehm. Bambi und ich waren beide recht wach und hatten gute Laune. Nach einem glücklicherweise nicht ganz so tränenreichem Abschied wie erwartet, gings in den Flieger.
Abflug in München. Wetter: Regen
Dort hieß es „turbulences are possible“… na toll.
Nachdem ich aber alles Unterhaltungsmaterial in meinem Koffer in den Verstauungsräumen verstaut hatte und man oberhalb der Wolken gar nichts mehr als weiß sehen konnte, ist Anne eingeschlafen ^^
Von den Turbulenzen hab ich nichts mitbekommen :D
Leider gibt’s deswegen auf vom Flug nach Kopenhagen keine Fotos, denn auch das Handy war verstaut. Erst der Abflug wurde dann geknipst.
Am Flughafen in Kopenhagen bin ich dann mit einem netten Mann ins Gespräch gekommen, der aus Bergen stammt und gerade aus dem Urlaub in Spanien zurück nach Hause reiste. Zufällig ist er auch Student an der Uni Bergen und musste mit dem gleichen Bus vom Flughafen aus fahren wie ich und sogar an der gleichen Station raus. Dadurch musste ich mir den Weg wenigstens nicht alleine suchen.
Landung im kalten regenreichen Bergen. Wetter: Sonnenschein, Hitze. Anne schwitzt, weil sie sich Herbst-/Winterschuhe und eine Herbst-/Winterjacke angezogen hat, um diese voluminösen Gegenstände nicht in den eh schon viel zu vollen Koffer packen zu müssen und um gegen das schlechteste Wetter in Bergen gewappnet zu sein. Toll…

Unser Gespräch im Bus:
Er: „Did you have a nice summer“
Ich: „Yes, I did.“
Er: “I did as well. I was going to get married. But she left me.”
Ich: “Oh, I am so sorry.”
Er: “Don’t be sorry. That’s life. Fuck her.”

:D

An der “Busstasjon”, wo wir ausgestiegen sind, hab ich mein Gepäck eingeschlossen, da es zur Uni den Berg ziemlich steil hoch geht und ich keine Lust hatte die zwei schweren Koffer da hoch zu ziehen. Der Weg war einfach zu finden. Direkt neben der Bushaltestelle ist auch eine Straßenbahnhaltestelle, von der aus ich zum Wohnheim fahren konnte. Da war ich wohl doch besser informiert als gedacht.
Das Zimmer im Wohnheim ist bescheiden. Ich hatte nicht mehr die Wahl, welche Zimmerart ich will, denn es waren nur noch Zimmer übrig wo man sich Bad und Küche mit einer Person teilt. Leider gibt es in diesen WGs kein Geschirr.
Meine Nachbarin war leider gar nicht da, als ich ankam.
Hab mich dann kurz geduscht und bin nach unten in den Hof/Garten gegangen, um mich da mal mit ein paar Leuten zu unterhalten. Die waren alle sehr nett und aufgeschlossen.
Um 17.30Uhr hab ich den kostenlosen Shuttelbus zum Ikea bestiegen, der noch bis zum 4. September 6 Tage die Woche fährt. Zu gewohnt niedrigen Ikea-Preisen hab ich mir dann erst mal das nötigste besorgt: Bettdecke, Kopfkissen, Bettwäsche, Handtücher, Teller. Morgen oder übermorgen wird weitergeshoppt.
Kurz noch ein paar Sachen im Supermarkt gegenüber des Wohnheims gekauft, neu gekaufte Sachen in die Wäsche gepackt und jetzt schreib ich hier…
Sobald die Sachen aus dem Trockner kommen falle ich wahrscheinlich ins Bett und bin sofort eingeschlafen.

(Fotos kommen vielleicht morgen.)

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