Montag, 15. November 2010

Heute: Norwegisch

Das wird jetzt alles ziemlich theoretisch, aber vielleicht ist es ja trotzdem für den einen oder anderen interessant. Nino will es jedenfalls hören :D Und weiter unten findet ihr auch ein paar Worte, damit man sich das besser vorstellen kann.

Von den Buchstaben her ist Norwegisch dem Deutschen sehr ähnlich, es gibt nur kein "ß" und die Umlaute "ä", "ö" und "ü" gibt es in dieser Form ebenfalls nicht. Dafür haben sie "ø" (entspricht unserem "ö"), "æ" (entspricht dem "ä") und "å" (wird gesprochen wie das deutsche "o"). Die Aussprache ist bei den Konsonanten wie im Deutschen, abgesehen davon, dass ein paar in bestimmten Verbindungen stumm sind, wie das "t" nach einem "e" am Wortende. Einige Vokale werden allerdings anders ausgesprochen als im Deutschen. So wird das "o" wie ein "u" im Deutschen gesprochen, das "u" wie ein "ü" und das "y" hat eine Klang der irgendwas zwischen "i" und "ü" ist. Ich weiß nicht mal, ob ich das richtig spreche, weil die Klangnuancen so ähnlich sind.

Aber alles in Allem ist die Aussprache nicht schwer, wie ich auch die Sprache insgesamt nicht als schwer bezeichnen würde. Das liegt zum einen daran, dass norwegischen Verben nicht nach Peron konjugiert werden, man hat also nicht wie im Deutschen „Ich bin, du bist, er ist, usw.“, sondern „jeg/du/han/hun/… er“. Daher muss man schon mal nur lernen, wie die unterschiedlichen Zeiten gebildet werden. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass Norwegisch was die Grammatik (vor allem die Wortstellung) betrifft dem Deutschen sehr ähnlich ist und was die Vokabeln angeht oft wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch wirkt.
Das bezieht sich jetzt erst mal alles nur auf die theoretische Ebene, denn praktisch gesehen, finde ich es nicht sehr einfach die Norweger zu verstehen und beim Sprechen hab ich auch noch ziemliche Hemmungen, aber das gibt sich hoffentlich.

Dann gibt’s jetzt noch ein paar Vokabeln, die ich schon in meinen Sprachgebrauch aufgenommen habe (Aussprache in //; wenn nichts da steht, wird’s gesprochen wie geschrieben):

Das ist nicht gut – det er ikke bra
Selbstverständlich – selvfølgelig /selföleli/
(un)glücklich – (u)lykkelig /(ü)lükeli/ (wenn ich unglücklich wäre und das auf Norwegisch sagen würde, wäre ich bestimmt gleich wieder glücklich, weil es sich so süß anhört)
Sich ausruhen - slappe av
Erkältet/verkältet - forkjølet /furchöle/
Bitteschön/ here you go – vær så god /wär so gu/
Regenwetter – regnvær /reingwär/
Schnee – snø /snö/

Super finde ich auch, dass es verschiedene Begriffe für Wind gibt, je nach Stärke. Die kann man hier auch gebrauchen! Und hier sieht man, dass viele dem Deutschen sehr ähnlich sind.
Eine Brise – bris
Wind – vind /win/
Starker Wind – kuling /chüling/
Sturm – storm /sturm/

Ich denke, das reicht soweit mal. Ihr könnt mich ja wissen lassen, ob ihr das interessant fandet und gerne mehr dazu hören würdet, dann kann ich auch eine Fortsetzung machen.

Update zum Wetter:
Schnee liegt gerade nur oben auf dem Ulriken (vielleicht auch auf den anderen Bergen, aber das hab ich nicht gesehen). Es ist herbstlich und ich wollte eigentlich Herbstfotos machen, aber bin bisher nicht dazu gekommen. Vielleicht schaffe ich das ja vor dem nächsten Schneefall. Ich dachte eigentlich, dass da heute was kommen soll, aber das sieht gerade gar nicht danach aus. Und meine Wettervorhersage, sieht auch für die nächsten drei Tage keinen Schnee vor. Also mal schaun…

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

juhu :)
hehe ui ich wurde sogar namentlich erwähnt, danke :)
also ich fand es sehr interessant und irgendwie auch wahnsinn wie ähnlich doch manche wörter zum deutschen sind. Vielleicht sitzt ja mal einer von uns bei "wer wird millionär" auf dem stuhl und bekommt eine frage zu den umlauten in der norwegischen sprache, dann sind wir jetzt alle bestens gewappnet..danke :)

mach weiter sooo liebe anne :)

Caro - Ciclista.net hat gesagt…

Ich find ja "Snö" sehr sehr süß :) Hau rein und schreib mehr, wenns dir Spaß macht! Ich finds sehr interessant zu lesen :)